Rehabilitation in der Medizin

Rehabilitation, bezogen auf die Medizin, bedeutet die Wiederherstellung der Funktionen von Körper und Organen. Die Gründe, sich einer Rehabilitationsmaßnahme unterziehen zu müssen sind verschieden. Nach einem Unfall, bei dem der Patient verletzt wurde und Teile seines Körpers nur schwer bewegen kann, wird eine Reha notwendig sein. Die beginnt schon im Krankenhaus. Therapeuten arbeiten mit dem Patienten und durch spezielle Übungen werden die Körperteile trainiert, die bei dem Unfall Schaden genommen haben. Nach dem Krankenhausaufenthalt beginnt die langfristige Rehamaßnahme.

Diese kann sowohl ambulant (der Patient kommt zu gewissen Terminen zu seinen Therapeuten), als auch stationär (meist über mehrere Wochen hindurch in einer Rehaklinik) durchgeführt werden. Eine Reha dient dazu, den Patienten so weit wieder herzustellen, dass sich seine Lebensqualität bessert. Ist eine Wiederherstellung eines Patienten nicht möglich, zum Beispiel wenn er querschnittgelähmt ist, oder ihn ein Bein amputiert wurde, wird in der Rehaklinik der Umgang mit der Prothese oder dem Rollstuhl trainiert. Es gibt nicht nur eine körperliche Rehabilitation, sondern auch eine psychische. Diese wird eingesetzt, wenn der Patient unter Depressionen oder Magersucht leidet. Hier lernt der Patient mit seiner Krankheit umzugehen und eventuell Stresssituationen zu vermeiden. Nach einem Schlaganfall hat der Patient oft Sprachstörungen. Um diese zu beseitigen, bzw. zu bessern wird er ebenso eine Rehamaßnahme angeordnet. Der Logopäde wird mit dem Patienten Übungen durchführen, um die Sprache zu verbessern. In den Rehakliniken sind meist mehrere Fachärzte für verschiedene Bereiche ansässig. Zusätzlich sind Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Psychologen, Masseure und Logopäden für das Wohl und die Rehabilitation des Patienten zuständig. In den meisten Rehakliniken wird Wassergymnastik angeboten. Speziell ausgebildete Bademeister überwachen das Becken.

Eine medizinische Rehamaßnahme beschränkt sich nicht nur auf die Beschwerden, die der Patient hat, sondern es ist eine umfangreiche Maßnahme, die den Patienten auch psychisch stärkt und motiviert. Der Patient ist durch sein Leiden meist auch psychisch angegriffen, denn es bedeutet einen großen Einschnitt in seinem Leben.